FAQ

Liebe Ringsport-Interessierte,

im Rahmen des Starts der Deutschen Ringerliga (DRL) hören wir immer wieder, dass es mehr Fragen als Antworten gibt. Dem möchten wir nun mit unseren FAQ entgegentreten. Hier findet Ihr alle Antworten auf die wichtigsten Fragen zur DRL.

Die Deutsche Ringerliga versteht sich als transparente und demokratische Organisation, so dass wir Euch zudem einladen möchten, uns Euch Fragen zu stellen. Ihr erreicht uns via Facebook, Twitter oder unter fragen@ringerliga.de.

Wir freuen uns auf den Austausch!

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Was ist die Deutsche Ringerliga?

Die Deutsche Ringerliga (DRL) ist ein Zusammenschluss von fünf Kapitalgesellschaften, die beschlossen haben in einer gemeinsamen, selbst verwalteten Liga den Ringsport in Deutschland nach vorne zu bringen.

Ringen kann mehr, als mit dem DRB möglich ist. Wir wollen den Ringsport so präsentieren, wie er es verdient hat. Als attraktiven, dynamischen Sport, der begeistert.

 

Und wieso keine Vereine?

Weil die DRL eine freie Liga ist, jenseits von Verbandsstrukturen. Die Kapitalgesellschaften der DRL befinden sich aber in der Nähe der bekannten Spitzenvereine des deutschen Ringens, Germania Weingarten, KSV Ispringen, ASV Nendingen, VfK Schifferstadt und dem KAV Mansfelder Land. Die genannten Vereine werden mit ihren Sportlern weiter unter dem Dach des Deutschen Ringerbundes (DRB) ringen, nur eben nicht mehr in der Bundesliga. Der Deutsche Ringerbund hatte angedroht jeden einzelnen Ringer an der DRL teilnehmender Vereine zu sperren. Dies hätte bedeutet, dass jeder Jugendliche, jedes Kind bestraft worden wäre. Dieses Risiko wäre für die Vereine viel zu groß gewesen. Zwar wurde damit gedroht, dass auch die den Kapitalgesellschaften nahestehenden Vereine gesperrt werden, dies war jedoch –wie jeder sehen kann- eine leere Drohung.

 

Wie kam es überhaupt zur Gründung der Deutschen Ringerliga?

Die deutsche Ringer-Bundesliga war seit vielen Jahren im Niedergang begriffen. Viele Vereine zogen sich aus der Bundesliga zurück, so dass die Anzahl der Bundesligateams ständig zurückging.

In Sorge über diese Entwicklung haben die Beteiligten der DRL regelmäßig und oft den Austausch mit dem DRB gesucht. Passiert ist auf die Einwände hin nur wenig bis nichts. So wurde beispielsweise damals der Bundesligaausschuss im DRB mit neun Mitgliedern besetzt, wovon fünf vom Präsidium des DRB und nur vier von den Vereinen stammten.

 

Was macht Ihr besser?

In der DRL gibt es ein Miteinander, klare demokratische Prozesse. Regularien, Kampfordnung und Terminkalender wurden beispielsweise vor ihrer Veröffentlichung miteinander abgestimmt. Alle Clubs haben die gleichen Rechte, regelmäßige Treffen sorgen für einen offenen und transparenten Austausch.

In der Bundesliga geben die Vereine mit der Unterzeichnung der „Bundesligateilnahme“ sämtliche Rechte an den DRB. Dieser kann ohne Rücksprache mit den Vereinen beispielsweise die Durchführungsbestimmungen ändern. Zu besichtigen ist dies gerade bei den nun für Regionalligisten an den Weltverband zu zahlenden Abstellungsgebühren. Diese wurden erst beschlossen, nachdem die Clubs bereits Ihre Kaderplanung abgeschlossen hatten.

 

Aber bei so viel Miteinander, ist das dann überhaupt ein echter sportlicher Wettbewerb?

Die an der DRL Beteiligten eint das Interesse und Ziel, den Ringsport nach vorne zu bringen. Sobald es auf die Matte geht, ist es mit der Einigkeit aber vorbei. Denn Ringsport bringt man nur mit hochklassigem Sport nach vorne, und den werden die Zuschauer bei der DRL garantiert geboten bekommen!

 

Wie seriös ist das denn alles?

Die den Kapitalgesellschaften nahestehenden Vereine beantworten diese Frage eigentlich von selbst. Schließlich finden sich mit Schifferstadt als DEM Traditionsstandort des deutschen Ringens, sowie den Serienmeistern der letzten Jahre, Weingarten und Nendingen, sowie dem amtierenden Vizemeister Ispringen, die Ringerhochburgen Deutschlands in der DRL.

 

In welchen Gewichtsklassen wird gerungen?

Es wird in den Gewichtsklassen bis 59 kg, 66 kg, 75 kg, 86 kg, 98 kg und 130 kg gerungen. Wobei die oberste und unterste Klasse in abwechselndem Stil (59 kg Hinrunde Freistil / Rückrunde griechisch-römisch und 130 kg Hinrunde griechisch-römisch / Rückrunde Freistil), und alle sonstigen in beiden Stilen gerungen werden. Somit wird es auch in der DRL die gewohnten zehn Einzelkämpfe zu sehen geben.

 

Wie ist die Ausländerregelung in der Deutschen Ringerliga?

Die DRL hat sich in Anerkennung Ihrer Rechtsposition dazu entschlossen, EU-Bürger deutschen Ringern gleichzustellen. Für N-Ringer gilt diese Saison, in Anbetracht der besonderen Situation bei der Kaderplanung, eine Höchstgrenze von fünf Ringern am Kampftag.

 

Wird es die Kämpfe der DRL denn zu sehen geben?

Wir befinden uns in Gespräche mit Fernsehsendern über mögliche Übertragungen. Bereits jetzt können wir aber zusichern, dass alle Kämpfe der DRL per Stream übertragen werden, und damit für jeden Freund des Ringsports zu sehen sein werden.

 

Und wie schaut es mit Mattenleitern aus?

Wir haben mit Uwe Steuler einen internationalen Topmann für die DRL gewinnen können. Er leitete noch im Januar 2017 als Mattenrichter den Finalhinkampf in Weingarten. Weitere Namen werden bald folgen.

 

Wieso wurden die DRL-Ringer erst so spät vorgestellt?

Es gab in den letzten Monaten immer wieder Drohungen vom Deutschen Ringerbund und dem Weltverband United World Wrestling (UWW) gegenüber Sportlern, die sich der DRL anschließen würden. Deshalb galt es diese Sportler maximal zu schützen. Ihnen darf kein Nachteil dadurch entstehen, dass sie ihr Recht auf freie Wahl des Arbeitsplatzes ausüben.

 

Hier wird immer von angedrohten Sperren gesprochen, gab es die denn schon?

Die UWW hat in einem Schreiben an ihre Mitgliedsverbände angekündigt (das Schreiben liegt der DRL vor), alle in der DRL ringenden Sportler vorsorglich für internationale Einsätze zu sperren. Wir sind der festen Überzeugung, dass diese Sperren rechtlich nicht haltbar sind, jedoch wirkt auch die Drohung.

 

Kämpft die DRL denn auch vor Gericht für ihre Position?

Ja, es sind Verfahren vor Gerichten anhängig. Denn wir sind überzeugt von unserer Position, dass der Verband hier ein Monopol ausübt, das ihm nicht zusteht. Wir sind überzeugt davon, dass Sportler ein Recht auf freie Wahl ihres Arbeitsplatzes haben. Und ja, darum kämpfen wir auch vor Gericht. Einen Kampf übrigens, von dem wir der festen Überzeugung sind, dass er im Sinne aller ist.

 

Zu guter Letzt: Gibt es denn die Chance auf eine Annäherung mit dem DRB überhaupt noch?

Von unserer Seite war es immer mehr als eine Floskel, dass die Tür zu Gesprächen offen ist. Aber selbst der Vorschlag einer Vermittlung durch Kurt Beck wurde vom DRB brüsk zurückgewiesen. Und welches Interesse der DRB an einem Gespräch hat, wurde vom Präsidium mit der Abwesenheit beim Finale 2017 zwischen Weingarten und Ispringen deutlich gezeigt.

Nun startet die DRL am 30.September 2017, und das ist aktuell alles, worauf sich unser Fokus richtet.

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