Schifferstadt erreicht nach Sieg DRL-Finale, Weingarten gewinnt in Eisleben – Riesiger Medienandrang in der Pfalz

Der VfK Schifferstadt hat es geschafft! Mit dem 16:11 Sieg gegen die ASV Nendingen räumten die Pfälzer die letzten theoretischen Zweifel aus und stehen neben dem KSV Ispringen als zweiter Finalteilnehmer der DRL-Premierensaison fest. Dieses wird am 3. (in Ispringen) und 9. Februar (in Schifferstadt) stattfinden.

Welchen Stellenwert die Deutsche Ringerliga hat, zeigte sich auch daran, dass drei verschiedene Sender Kamerateams nach Schifferstadt entsanden. Wann hatte es das zuletzt im deutschen Ringen bei einem Vorrundenkampf gegeben? 

Aber nicht nur Sport1, der SWR und das Rhein-Neckar Fernsehen waren da. Auch die großen deutschen Ringerseiten waren vor Ort, der Ringertreff streamte live, die längst zum Standard gewordene Übertragung der DRL bei Sportdeutschland.tv war zu sehen, und auch auf den Presseplätzen mussten zusätzliche Stühle geholt werden.

Der Kampf selbst war hingegen klarer, als es das 16:11 aussagt. Bereits zur Pause lagen die Schifferstädter mit 12:1 vorne. Zhora Abovian zeigte in der 59-Kilo Klasse einen phantastischen Kampf, holte mit vier Würfen ein schnelles 16:0 und vier Punkte für den VfK. Ebenso erwartbar die vier Punkte von Georgi Melia, der nach 5:02 Minuten seine Arbeit wegen technischer Überlegenheit einstellen durfte. Zu wenig war da der 5:3 Sieg von Andrei Perpelita im Bruderduell gegen Maxim, der den Nendingern den einzigen Sieg vor der Pause bescherte.

Entschieden war das Match nach dem Höhepunkt des Abends. Zurabi Erbotsonasvili zeigten gegen Evgheni Nedealco ein einziges Feuerwerk. Er konnte Beinschraube um Beinschraube ansetzen, dreht seinen Gegner einmal komplett über den Mattenboden und machte unter dem ohrenbetäubenden Jubel der Halle den Finaleinzug seines Teams klar.

Wie ernst Nendingen den Kampf nahm, zeigte der erste DRL-Auftritt des Silbermedaillengewinners von London und Weltmeisters von 2015, Zhan Beleniuk. Er zeigte seine absolute Ausnahmestellung und holte auch in einem nun schon bedeutungslos gewordenen Kampf vier Punkte gegen Ilyas Özdemir.

Die Mannschaft des VfK feierte nach dem Kampf noch lange mit den Fans und so manches Pils und manche Schorle wird an dem Abend mit Sicherheit noch getrunken worden sein….

 

Im anderen DRL-Kampf des Wochenendes konnte Germania Weingarten nach einem 18:12 beide Punkte beim KAV Eisleben mitnehmen.

Bei einer ausgeglichenen Bilanz der Einzelkämpfe von 5:5 halfen den Nordbadenern die höheren Siege ihrer Kämpfer. So konnten mit Alejandro Valdes, Adam Juretzko, Georgi Rubaev und Magomedghadzi Nurasulov gleich vier Germanen die vollen vier Mannschaftspunkte verbuchen. Bei Eisleben gelang dies nur Manrikos Theodoridis, was am Ende zu wenig war für die Lutherstädter.