Offener Brief an den DRB

Sehr geehrter Vorstand des DRB,

mit Bedauern haben wir Ihre Stellungnahme auf Ihrer Facebook-Seite zu Kenntnis genommen, mit dem Sie unser Gesprächsangebot ausgeschlagen haben.

Zur Erinnerung:
Sie haben entgegen vieler früher Jahre den Termin zur Abgabe der Lizenzanträge von Ende Januar (oder später) auf den 20.12.2016 vorgezogen.

Sie haben weiterhin mit der Begründung der dadurch erst geschaffenen „Eilbedürftigkeit“ die Landesorganisationen aufgefordert, im schriftlichen Verfahren Regeländerungen zuzustimmen, die im Wesentlichen Sanktionen bzw. Sanktionsverschärfungen gegenüber den Vereinen vorsehen. So werden die Vereine, Ringer und Kampfrichter mit Ausschluss aus dem DRB auf die Dauer von bis zu 4 Jahren und/oder 25.000 Euro Geldstrafe bedroht.

Die Absage eines Gesprächstermins setzt also allen Beteiligten nun die Pistole auf die Brust. Sie schlagen ein Gespräch aus und lassen es darauf ankommen. Im Kern begründen Sie dies mit 2 Punkten.

Da sei zum einen Terminnot.

Die DRL kommentiert das nicht. Für die DRL-Vertreter – u.a. Unternehmer mit Verantwortung über viele Arbeitsplätze – gilt es auch, dass sie enge Terminpläne haben. Wir haben uns jedoch um der Sache willen entschieden, zwei Alternativtermine möglich zu machen. „Wer reden will, findet eine Möglichkeit dazu“, davon haben wir uns leiten lassen.

Zum anderen teilen Sie mit (Zitat):

Da Ihre Vorschläge zur Ligenstruktur/Budgetgrenze ohnehin nahezu dem entsprechen, was der DRB in seinen Richtlinien bereits umgesetzt hat, sehen wir keinen akuten Gesprächsbedarf in den nächsten Wochen.

Ihre Aussage verweigert eine inhaltliche Diskussion wesentlicher Punkte:

  • Die Selbstverwaltung der Lizenzligen unter dem Dach der DRL
  • Die Kooperation und wechselseitige Anerkennung
  • Handicap-Regelungen
  • Ein Solidaritätsfond der Ligabeteiligten

Wenn Sie angesichts dessen keinen akuten Gesprächsbedarf sehen und gleichzeitig das Regelwerk verschärfen wollen, offenbart sich ein konfliktsuchender und auf Konfrontation ausgerichteter Kurs, der bereit ist, den Ausschluss von Vereinen, sowie langjährige Sperren für Athleten und Kampfrichter in Kauf zu nehmen und damit das Ringen selbst zu opfern. Wofür?

Wir als DRL sehen uns dem Ringen, den Vereinen und Athleten verpflichtet. Dort lebt das Ringen, dort ist das Ringen!

Wir halten deshalb unser Gesprächsangebot für den 10. oder 17.12. aufrecht.

Mit freundlichen Grüßen,
die DRL

 

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