13:11 Sieg für den VfK Schifferstadt beim KSV Ispringen im ersten Finale

13:11 Sieg für den VfK Schifferstadt beim KSV Ispringen im ersten Finale

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Der halbe Weg ist gegangen, aber die Entscheidung über den Deutschen Mannschaftsmeister längst nicht gefallen. Den Hinkampf um den Titel gewann der VfK Schifferstadt beim KSV Ispringen mit 13:11.

Die Entscheidung wer den 26 Kilo schweren Meisterpokal für ein Jahr behalten darf, das entscheidet sich aber erst am kommenden Freitag in Schifferstadt.

Die Bertha Benz-Halle voll, die Spannung fast zum Greifen, endlich war es soweit, das erste Finale der Deutschen Ringerliga zwischen Ispringen und Schifferstadt stand an. Schon die Aufstellung zeigte, dass beide Teams alles versuchen wollten, den Titel zu holen.

Und bereits im ersten Kampf zeigte sich, wie verbissen es an an diesem Abend zugehen wird. Dort standen sich für Ispringen Anatoli Buruian und für Schifferstadt Lasha Talakhadze gegenüber. Bis eine halbe Minute vor Schluss stand es 6:6. Talakhadze bekam eine Aktivitätszeit, nutze diese aber zu drei Aktionen und gewann unter dem Jubel der in etlichen Bussen mitgereisten Pfälzer Fans mit 12:6, zwei nicht eingeplante Mannschaftspunkte für Schifferstadt.

Klarer Favorit war im zweiten Duell Iakobi Kajaia, der gegen Etienne Wyrich vier Punkte für die Gäste holen sollte. Und nach 1:41 war der Kampf wegen technischer Überlegenheit auch vorbei. Kajaia hatte einmal mehr seine absolute Ausnahmestellung gezeigt. seiner Aufgabe nach.

Im 66 Greco ging für Ispringen Roman Amoyan auf die Matte. Er startete starkt gegen Levani Kavjaradze, ging früh mit 2:0 in Führung, was auch der Pausenstand war. In der zweiten Halbzeit drehte der Schifferstadter auf, zeigte mehrere tolle Aktionen und drehte den Kampf noch zu einem 2:7.

So stand es nach drei Kämpfen 8:0 für die Pfälzer.

Den ersten Ispringer Sieg des Abends gab es in der 98 Kilo-Klasse im Freistil. Dabei besiegte Yuri Belonovski den Schifferstadter Mamuka Kordzaia mit 6:2. Ein wieder lange ausgeglichener wurde erst in der letzten Minute entschieden, den zweiten Ispringer Mannschaftspunkt gab es erst zwei Sekunden vor Ende als Belonovski von 4:2 auf 6:2 erhöhen konnte.

Eine starke erste Halbzeit zeigte im letzten Kampf vor der Pause Maxim Sacultan für Ispringen. Er hatte Maxim Perpelita deutlich im Griff und führte in diesem Schlüsselkampf mit 3:0. In der zweiten Hälfte brachte er diesen Vorsprung sicher mit 4:1 nach Hause.

Der Halbzeitstand lautete somit 4:8 für den Gast aus Schifferstadt.

In 98 Greco standen sich nach der Pause mit Ardo Arusaar (Ispringen) und Georgi Melia (Schifferstadt) die beiden erfolgreichsten Kämpfer der DRL in der Gewichtsklasse gegenüber. Und so entwickelte sich ein spannender Kampf, bei dem überraschend der Ispringer mit 2:0 in Führung ging. Als eine Challenge nicht zu seinen Gunsten ausging zeigte Melia Nerven, kassierte eine Verwarnung des Mattenrichters, und kassierte mit 1:4 seine erste Saisonniederlage. Ispringen verkürzte somit auf 6:8, alles wieder offen.

Einen wichtigen Sieg holte im nächstem Kampf wiederum für den VfK Schifferstadt Manukhar Tskhadaia, der Igor Besleaga zum ersten Mal in dieser Saison besiegen konnte. Das 2:1 in einem engen Kampf bedeutete einen wichtigen Punkt für den Gast.

Davit Tlashadze musste im der 86-Kilo Klasse eine Gewichtsklasse höher als gewohnt für die Ispringer auf die Matte. So lag Patrick Dublinovski schnell mit 4:0 vorne, was er bis zur Pause gegen seinen angeschlagenen Gegner zu einem 6:0 ausbauen konnte. Lange passierte wenig, bis Dublinovski in der Schlussminute nochmals alles auf Angriff setzte und mit dem Sieg durch technische Überlegenheit nach 5:45 Minuten die vollen vier Punkte in die Pfalz holen konnte.

Mit einer 13:6 Führung für die Gäste ging es in die letzten beiden Kämpfe.

Ein schier unglaubliches Feuerwerk der Aktionen zeigten im Freistil Israil Kasumov für Ispringen und Vasyl Mikhailov. Überraschend führte der Schifferstadt mit 0:8, Kasumov verkürzte, hatte seinen Gegner unter dem Jubel der Halle auf den Schultern. Jedoch war der Pausengong zuvor. Der Pausenstand von 9:8 hatte lange Bestand, Kasumov ließ sich aber zehn Sekunden vor Ende auskontern und verlor so eigentlich sensationell mit 9:10. Nach dem Kampf wurde jedoch ein Protest des KSV Ispringen bekannt, der von Schifferstadt akzeptiert wurde. Vasyl Mikhailov war zu spät nachgemeldet worden, der Kampf somit mit 4:0 Mannschaftspunkten für Ispringen gewertet.

Im letzten Kampf war es an Neven Zugaj nun noch für Ispringen gegen weiter Zurabi Daunashvili zu verkürzen. In einem engen Duell war der Ispringer aktiver, gewann verdient mit 3:1.

Am Ende hieß es somit 13:11 für die Gäste, der Rückkampf findet am kommenden Freitag um 20.30 Uhr in der Wilfried Dietrich Halle in Schifferstadt statt.

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