ASV Nendingen rüstet auf – Vangelov kommt aus Schifferstadt

ASV Nendingen rüstet auf – Vangelov kommt aus Schifferstadt

Nach Sharif Sharifov vermeldet der ASV Nendingen mit Georgi Vangelov seinen zweiten Neuzugang. Der 25-jährige Bulgare tritt die Nachfolge von Cheftrainer Ghenadie Tulbea in der 60 Kilogramm Klasse an.    

Georgi Vangelov gewann mit dem VfK Schifferstadt im Februar den Titel der Deutschen Ringerliga. Bei den Pfälzern ging der Freistil-Spezialist in der vergangenen Saison in den Gewichtsklassen 60 und 63 Kilogramm an den Start.

Dabei gewann Vangelov vier seiner sieben Einsätze. Unter anderem besiegte er beim 21:5-Halbfinalerfolg des VfK Ghenadie Tulbea auf Nendinger Seite vorzeitig technisch-überlegen. Zur neuen Saison wird Vangelov nun der Schützling vom Nendinger Coach Tulbea.

Nendingen ist bereits seine vierte Station in Deutschland

Die starken Leistungen und Vangelovs EU-Staatsbürgerschaft haben in dieser Saison das Interesse verschiedener Vereine geweckt. Im Fliegengewicht gilt der Bulgare als einer von wenigen Europäern, die mit den Besten der Welt mithalten können. In Ringerdeutschland zählt Georgi Vangelov mittlerweile zu den bekannten Gesichtern. Der ASV Nendingen ist nach dem TKSV Bonn-Duisdorf, dem Luckenwalder SC und dem VfK Schifferstadt bereits seine vierte Station im Land.

Nach den Abgängen der beiden Moldauer Piotr Ianulov und Nicolai Ceban nimmt Vangelov einen der wichtigen EU-Plätze im Kader ein. In der 60 Kilogramm Klasse gehört er zu den stärksten in der DRL und gab in der vergangenen Saison im Fliegengewicht nur einen Mannschaftspunkt gegen den Ispringer Arsen Harutyunyan ab.

Vangelov erhöht Flexibilität im Kader

Als Nachfolger des bereits 40-jährigen Ghenadie Tulbea wird Vangelov die Nendinger Mannschaft klar verstärken. Zudem bietet er seinem neuen Team mehr Variationsmöglichkeiten. In der 63 Kilogramm Klasse kann er Andrej Perpelita entlasten, der in der vergangenen Saison in der kompletten Rückrunde auf dieses Limit abgenommen hat.

International wartet der Bulgare noch auf den großen Durchbruch. Trotzdem hat er in den letzten sieben Jahren bei jedem internationalen Turnier unter die Besten zehn geschafft. Seine größten Erfolge feierte er bislang bei Europameisterschaften. Hier wurde er in der U-23 Altersklasse im Jahr 2015 Zweiter und gewann ein Jahr später bei der Senioren-EM die Bronzemedaille.

In diesem Jahr erkämpfte er sich bei der EM in Bukarest den fünften Platz. Dieses Ergebnis würde er gerne bei der Weltmeisterschaft im September im kasachischen Nur-Sultan wiederholen. Denn die besten fünf bei der diesjährigen WM qualifizieren sich direkt für die Olympischen Spiele in Tokio.

(bk)

Bild: Bianca Heinzelbecker

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