Weingarten und Ispringen unterstreichen Meisterschaftsambitionen

Weingarten und Ispringen unterstreichen Meisterschaftsambitionen


Am vergangenen Wochenende haben Germania Weingarten und der KSV Ispringen eindrucksvoll ihre Meisterschaftsambitionen mit weiteren Siegen untermauert und bleiben die einzigen ungeschlagenen Teams der laufenden Saison. Während Weingarten sich in der zweiten Neuauflage des Finale des Vorjahrs beim Meister VfK Schifferstadt durchsetzt (13:16), gelingt dem KSV beim 34:2-Erfolg gegen Liganeuling Saitiev Eupen der höchste Sieg in der DRL-Geschichte.

Obwohl Germania Weingarten auch in der Rückrunde mit nur einem deutschen Ringer antritt und dadurch weiterhin mit einem 0:6 in die Kämpfe geht, bleiben die Badener weiterhin ungeschlagen.
Auch vor heimischem Publikum in der Wilfried-Dietrich-Halle gelang es dem VfK Schifferstadt nicht, sich gegen Weingarten zu behaupten. Zwar konnte der DRL-Champion von 2019 vier der zehn Auseinandersetzungen für sich entscheiden, musste aber drei Kämpfe mit schließlich entscheidenden 0:4 Wertungen abgeben. Luis Orta (63 kg, G), Shamil Musaev (97 kg, F) und Oscar Pino (130 kg, G) siegten jeweils vorzeitig durch technische Überlegenheit und ebneten so den Germanen den Sieg.

Auch vor den Augen von Ringerlegende und Namensgeber Buvasiar Saitiev musste Liganeuling Eupen ein weiteres Mal viel Lehrgeld bezahlen. In der Festsporthalle in Ispringen gab es für die Saitiev Eupen nicht viel zu holen. Der KSV Ispringen entschied neun der zehn Kämpfe des Abends für sich
und konnte mit dem überdeutlichen 34:2-Erfolg den höchsten auf der Matte errungenen Sieg in der DRL-Geschichte verzeichnen. Dabei hatten die Gäste aus Belgien aber auch viel Pech und das Ergebnis spiegelt nicht das tatsächliche Kräfteverhältnis wider. Beispielsweise zeigte sich Yasaf
Zeinalov (77 kg, G) im Kampf gegen Aik Mnatsakanian stellenweise überlegen, zog sich aber während eines spannenden Kampfs einen Muskelfaserriss zu und musste schließlich verletzt aufgeben. Auch Bekkhan Goygereev (67 kg, F), Eupens einziger ehemaliger Weltmeister im Kader, kassierte bei seinem DRL-Debüt eine Niederlage. Den einzigen Sieg für Saitiev Eupen holte am Samstagabend Adil Sadikov (87 kg, G). Gegenüber der russischen Presse ließ Buvasiar Saitiev verlauten, dass die DRL sehr
stark wäre und man zu wenig Zeit gehabt hätte, eine stärkere Mannschaft aufzustellen. Für das kommende Jahr will Eupen dementsprechend mit einem stärkeren Kader in der DRL antreten.

Text: Manuel Schust
Foto: KSV Ispringen

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