„DRB hält sich nicht an vereinbarten Fahrplan“

„DRB hält sich nicht an vereinbarten Fahrplan“

„Alles auf Anfang?“

Mit Verwunderung hat Markus Scheu, Geschäftsführer der Deutschen Ringer-Liga (DRL), die jüngste Pressenotiz des Deutschen Ringer-Bundes aufgenommen. Hier heißt es, dass die DRB-Bundesligavereine die Vorgehensweise der DRL kritisieren, indem sie ihr vorwerfen, weder praktikable Konzepte, noch eine klare Positionierung darzulegen.

„Es ist nicht unser Anspruch, zahlreiche Konzepte zu erarbeiten ohne zu wissen, dass der DRB wieder alles über den Haufen wirft“, macht Scheu deutlich und verweist auf den 16. Mai dieses Jahres. In München kamen DRB-Sportdirektor Jannis Zamanduridis und der DRL-Geschäftsführer Markus Scheu mit ihren Anwälten zusammen. Hier wurde gemeinsam eine Agenda verabredet, an die sich der DRB von der ersten Sekunde an nicht gehalten hat. „Wir haben uns auf eine gemeinsame Presseerklärung über den Beginn des Gesprächs verständigt. Der DRB hat dann im Zuge dessen eine alleinige Mitteilung an die Medien verbreitet, in der er alle Verhandlungsergebnisse in seinem Sinne schon vorwegnahm“, so Scheu.

„Die DRL sollte die aus dem Jahr 2016 vorgeschlagenen Ligenstrukturen, die wir bereits an die Vereine selbst geschickt haben, nun auch an den DRB übermitteln. Doch diese Strukturen wurden Seitens des DRB einfach abgelehnt mit folgender Begründung: Sie wären zu alt“, schüttelt der DRL-Geschäftsführer mit dem Kopf. Scheu selbst war es, der dem Deutschen Ringer-Bund verdeutlichte, sie sollen der DRL doch ihre „roten Linien“
benennen. Schlussendlich sollte ein gemeinsames Konzept zwischen beiden Parteien erarbeitet werden. Doch es kam alles anders. Den Ablauf hat der DRB selbst über den Haufen geworfen.

In Aschaffenburg wurde mehrfach darauf hingewiesen, dass eine öffentliche Diskussion zwischen dem DRB und der DRL dem Ringkampfsport in Deutschland vehement schade und vom DOSB negativ aufgenommen werde. Gleich darauf gab es eine Pressemitteilung des DRB. „Bevor wir die Bundesligisten über eine gemeinsame Saison abstimmen lassen, müssen wir doch erst einmal, wie vereinbart, in bilateralen Gesprächen einen Konsens finden, damit eine Zusammenarbeit überhaupt in Frage kommt.

Momentan ist das leider nicht der Fall. Ein bis zwei Stunden Pause, während einer Deutschen Meisterschaft, waren hier auch kein geeigneter Rahmen.“

Ziel der DRL ist es weiterhin, eine Top-Liga in Kooperation mit dem Deutschen Ringer-Bund zu werden. „Sollte der DRB noch Interesse haben, die vereinbarte Agenda durch zuziehen, so sind wir gerne dabei. Unsere Türe ist weiterhin offen.“

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